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SB120-0612 : Eine zentrale Risikoanalyse für alle aufsichtsrechtlichen Beauftragtenfunktionen

Eine zentrale Risikoanalyse für alle aufsichtsrechtlichen Beauftragtenfunktionen

Diese Veranstaltung richtet sich an:

Spezialisten
 
Traditionell erstellt jede aufsichtsrechtlich geforderte Beauftragtenfunktion ihre eigene Gefährdungsanalyse und leitet hieraus den jeweiligen Kontrollplan ab. Vielfach werden identische Sachverhalte von unterschiedlichen Beauftragten bewertet, da regelmäßig keine eindeutige Bereichseingrenzungen existieren. Doppelarbeiten, bereichsindividuelle Bezeichnungen und gegebenenfalls sogar widersprüchliche Bewertungen sind die Folge.
 
Neben dem finanziellen Mehraufwand ist die Nachvollziehbarkeit für die Geschäftsleitung nicht immer gegeben. Widersprüchliche Risikoanalysen werden daher regelmäßig von der Börsenaufsicht als nicht angemessen bewertet.
 
Als Lösung bietet sich eine zentrale Risikoanalyse an. Diese ist aufsichtsrechtlich möglich. Hierdurch wird neben der Nutzung von erheblichen Synergieeffekten auch die Risikokultur durch ein einheitliches Risikoverständnis gefördert.
 
Im Rahmen dieses Seminars werden die rechtlichen und bankspezifischen Rahmenbedingungen vorgestellt, die für eine zentrale Risikoanalyse relevant sind. Darüber hinaus erfahren Sie die notwendigen Schritte zur Erstellung der zentralen Risikobewertung sowie die überschneidungsfreie Ableitung der für die jeweilige Beauftragtenfunktion relevanten Kontrollhandlungen.
 
Das vorgestellte Verfahren ist modular erweiterbar. Sofern zunächst – aufgrund einer Personenidentität von Beauftragten – zum Beispiel nur die Geldwäsche- und Wertpapier-Compliance einer einheitlichen Bewertung zugeführt werden soll, so kann diese Risikoanalyse später um weitere Beauftragtenfunktionen ergänzt werden.
 
Die Hilfestellungen in dem Seminar sind so ausgestaltet, dass eine einfache Adaptierung in die institutsindividuelle Umgebung erfolgen kann. Dieses gilt neben dem Prozess zur Erstellung einer zentralen Risikoanalyse auch für die Tätigkeiten zur Kontrolle der Vollständigkeit Analyse, der unterjährigen Aktualisierung und der Auswirkungsanalyse aus dem Rechtsmonitoring.

Ihr Nutzen:

  • Sie erhalten einen Überblick über die aktuellen rechtlichen Anforderungen an die Risikoanalyse und die Kontroll-/Überwachungspläne.
  • Sie erhalten eine Schritt-für Schritt-Anleitung, die Sie direkt an Ihrem Arbeitsplatz umsetzen können.
  • Sie haben die Chance mit Ihrem Referenten über Ihre Fragen aus der Praxis zur Risikoanalyse sowie zum Kontroll-/ Überwachungsplan zu diskutieren.
  • Die Vorgehensweise zur Erstellung der Risikoanalyse und den daraus abgeleiteten Kontrollplänen führt zu einer einheitlichen Risikobeurteilung im gesamten Kreditinstitut.

Inhaltsschwerpunkte:

  • Rechtliche Anforderungen und Neuerungen – relevante Aspekte im Überblick
  • Risikoanalyse:
    • Status quo – die Bestandsaufnahme
    • Welche Risiken haben Einfluss auf die Risikoanalyse
    • Risikoevaluation und -bewertung
    • Unterjährige Aktualisierung
  • Kontroll- und Überwachungsplan:
    • Konsistente Ableitung von Kontroll- und Überwachungshandlungen aus der Risikoanalyse
    • Bereichsübergreifende Abstimmung mit internen Schnittstellen (MaRisk-Compliance, Geldwäschebeauftragter / Zentrale Stelle, Datenschutz, Informationssicherheitsbeauftragtem, Interne Revision etc.)
  • Dokumentation
  • Regelmäßige Berichterstattung

Ihre Dozenten:

Pascal Ritz, Justo Unternehmensberatung GmbH