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SB120-0255 : Gewerbliches Mietrecht aus Bankensicht - Mietverträge der Kunden sicher einschätzen

Gewerbliches Mietrecht aus Bankensicht - Mietverträge der Kunden sicher einschätzen

Diese Veranstaltung richtet sich an:

Führungskräfte und Spezialisten aus dem Firmenkundengeschäft sowie der Marktfolge Aktiv

Rechtssicher agieren und Risiken minimieren

Immobilienfinanzierungen werden im aktuellen Zinsumfeld weiter ein bedeutendes Geschäftsfeld für die regional orientierten Genossenschaftsbanken sein. Gerade im gewerblichen Segment gibt es neben allen sich bietenden (Ertrags-)Chancen aber auch stets umfangreiche Risiken. Bei der Finanzierung von Geschäftsraumimmobilien, insbesondere beim Ankauf vermieteter Gewerbeobjekte und im Zusammenhang mit großen Projektentwicklungen, stellt sich folgende entscheidende Frage: Können die kalkulierten Mieterträge nach den zugrundeliegenden Verträgen, die der Kunde mit seinen Mietern abschließt oder die er übernimmt, als nachhaltig gesichert angesehen werden?

Voraussetzung hierfür sind neben der Bonität des Mieters die inhaltliche Ausgestaltung und die Bindungswirkung des Mietvertrags. Lernen Sie in unserer Veranstaltung, dass die zukünftige wirtschaftliche Situation eines (Anker-)Mieters stets mit Unsicherheiten behaftet ist, mögliche juristische Fallstricke beim Mietvertrag jedoch frühzeitig aufgedeckt werden können – idealerweise bereits von Ihnen als Firmenkundenbetreuer!  

Ihr Nutzen als Teilnehmer:

  • Sie erhalten in kompakter Form einen Überblick über die aus Sicht der finanzierenden Bank bestehenden Besonderheiten und juristischen Feinheiten bei gewerblichen Mietverträgen.
  • Sie werden für mögliche juristische (und damit eventuelle wirtschaftliche) Risiken bei den Verträgen Ihrer Kunden sensibilisiert. Dies ist wichtig für die Bedienbarkeit von Finanzierungen bei Projektentwicklungen oder Objektankäufen Ihrer Kunden.

Inhaltsschwerpunkte:

  • Bedeutung des Themas für die Kreditvergabe
  • Abgrenzung Gewerbe- und Wohnungsmietrecht
  • Formvorschriften (Schriftform, notarielle Form)
  • Exkurs: Abgrenzung Formular- und  Individualvereinbarung
  • Typische Vertragsklauseln und ihre Bedeutung für die Bank
    • Miete und Betriebskosten (Ausgangsmietzins, Änderung des Mietzinses, Betriebskosten und die Abwälzung auf den Mieter, Umsatzsteuer)
    • Nutzungszweckvereinbarung
  • Mietsicherheiten (Barkaution, Bürgschaft, Vermieterpfandrecht)
  • Erhaltungsmaßnahmen und die Abwälzung auf den Mieter (Schönheitsreparaturen, Instandhaltung/Instandsetzung)
  • Optionsrecht und Vormietrecht
  • Untervermietung/Ersatzmieter
  • Konkurrenzschutz
  • Vertragslösungsmöglichkeiten
  • Vorstellung und Analyse von beispielhaften Praxisfällen

Hinweis:

Die Teilnehmer erhalten die Gelegenheit, vorab (verfremdete) Problemstellungen aus der eigenen Praxis einzureichen. Die typischsten und damit relevantesten Problemkreise werden sodann vom Dozenten im Seminar erörtert. Bitte beachten Sie, dass dies keine persönliche und fallspezifische Individualberatung ersetzen kann; es erfolgt keine konkrete Rechtsberatung. Zur angemessenen Vorbereitung sollen der ADG entsprechende Themenvorschläge bis drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn vorliegen.

Ihre Dozenten:

Dr. Helmut Martin ist Rechtsanwalt mit langjähriger Praxiserfahrung in seinen Schwerpunkten Immobilientransaktionen, gewerbliches Mietrecht, Bau- und Maklerrecht. Vor dem Einstieg in seine heutige Kanzlei war er mehrere Jahre in der Rechtsabteilung einer großen Immobilienfinanzierungsbank beschäftigt. Außerdem verfügt Herr Dr. Martin über eine Zusatzausbildung als Immobilienökonom.