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SB119-0911 : Kreditvergabe in der Krise - Insolvenzrechtliche Compliance und Haftungsrisiken

Kreditvergabe in der Krise - Insolvenzrechtliche Compliance und Haftungsrisiken

Diese Veranstaltung richtet sich an:

Vorstände und Führungskräfte

Haben Sie alle Haftungsrisiken im Griff?

Bisher haben Vorstände und Leiter Firmenkunden und Marktfolge/Sanierung für Kreditentscheidungen insbesondere an Unternehmen persönlich die Verantwortung übernehmen müssen. Bei steigenden Anforderungen von Rechtsprechung und BaFin gilt nun als Tatbestandsmerkmal und wichtiges Indiz für den bedingten Untreuevorsatz die Pflichtverletzung des Entscheidungsträgers. Die Verantwortlichen im Institut riskieren darüber hinaus sich der Beihilfe zur Insolvenzverschleppung schuldig zu machen. Von fast noch größerer Bedeutung sind aber die damit verbundenen Reputationsschäden – für die Bank wie für die handelnde Person: In Strafsachen gibt es eine Unschuldsvermutung – in Karriereangelegenheiten dagegen nicht!

Erfahren Sie in unserer Veranstaltung, was es bedeutet, wenn sich Haftungsrisiken realisieren. Erarbeiten Sie mit Ihren Dozenten geeignete Maßnahmen, um jegliche Risiken zu vermeiden. An zwei interessanten Tagen erhalten Sie zahlreiche Beispiele aus der Sanierungspraxis und können zudem im Teilnehmerkreis die Chance nutzen, sich über diese Aspekte auszutauschen.

Ihr Nutzen:

  • Sie erfahren, wie Sie die Möglichkeiten des ESUG (Gesetz zur Erleichterung der Unternehmenssanierung) nutzen können.
  • Sie lernen anhand von Praxisfällen die Stolpersteine bei der Vergabe von Krediten an Unternehmen in der Krise kennen.
  • Sie erkennen die straf- und zivilrechtlichen  Haftungsrisiken.
  • Sie können im Expertenkreis mit den Dozenten und Teilnehmern Möglichkeiten der Vermeidung von Haftungsrisiken diskutieren.
  • Sie entwickeln Maßnahmen für einen geregelten Prozess im Rahmen des inzwischen erweiterten Compliance-Begriffs.

 

Inhaltsschwerpunkte:

ESUG und Auswirkungen auf die Genossenschaftsbanken

  • Verwalterauswahl und (vorläufiger) Gläubigerausschuss
  • Stärkung der Eigenverwaltung
  • Schutzschirmverfahren
  • Insolvenzplanverfahren
  • Originäres Bankgeschäft
  • Organisationsstruktur der Bank

Reputations-, straf- und haftungsrechtliche Risiken

  • Praxisbeispiele: Sanierungsengagements und ihre Folgen
  • Reputationsrisiken
  • Strafrechtliche Risiken
    • Insolvenzverschleppung – Beihilfe zu Insolvenzverschleppung
    • Untreue
  • Haftungsrechtliche Risiken
    • Faktische Geschäftsführung
    • Haftung der Bank als Quasi-Gesellschafter
    • D&O-Versicherung – Segen oder Fluch?

Maßnahmen für einen geregelten Prozess

Ihre Dozenten:

Thomas de Koster, de Koster Consulting Coaching, Training & Beratung

Norman Lenger, Rödl & Partner

Thomas de Koster ist Inhaber von de Koster Consulting. Er verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung in der Sparkassenorganisation in den Bereichen Kredit, Firmenkunden, Retail- und Vermögende Kunden. Darüber verfügt er über langjährige Erfahrung als freiberuflicher Dozent an verschiedenen bankbezogenen Akademien.

Norman Lenger ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht. Seit 2012 ist er bei Rödl & Partner in Köln tätig. Neben seiner Lehrtätigkeit an Akademien ist er auch ständiger Mitarbeiter des Journals der Wirtschaftsstrafrechtlichen
Vereinigung (WIJ).